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Gesuche F in B Umwandlungen

Hier erhalten Sie Informationen zu einem Umwandlungsantrag eines F- in einen B-Ausweis.

Vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer und als Flüchtlinge vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer (Ausweis F) haben die Möglichkeit, ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung B zu stellen.

Voraussetzungen

Vorläufig aufgenommene Personen, die im Kanton Thurgau wohnhaft sind und seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen in der Schweiz leben, können ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung stellen. Dabei müssen insbesondere folgende Punkte erfüllt sein:

  • Die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller muss wirtschaftlich unabhängig sein (Bestreiten des Lebensunterhalts ohne Sozialhilfe).
  • Die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller darf keine Schulden haben (keine Betreibungen oder Verlustscheine).
  • Die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller muss sprachlich integriert sein (mindestens Deutsch Niveau A2).
  • Die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller darf nicht straffällig geworden sein.
  • Für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist ein heimatliches Reisedokument notwendig.

Ablauf

  • Das Gesuch ist mit dem Formular B1 und den entsprechenden Unterlagen über die Wohngemeinde einzureichen.
  • Nach einer positiven Gesuchsprüfung durch das Migrationsamt, unterbreitet dieses die Unterlagen dem Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung.
  • Erst wenn das SEM die Zustimmung erteilt, kann die Aufenthaltsbewilligung erteilt werden. Die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller wird durch das Migrationsamt schriftlich bezüglich des weiteren Vorgehens informiert.

Mit dem Gesuch einzureichende Unterlagen

  • Dokumente zur finanziellen Situation
    • Formular "Nachweis finanzieller Verpflichtungen"
    • Bekanntgabe der erwerbstätigen Familienmitglieder
      • Aktueller Arbeitsvertrag
      • Detaillierte Lohnabrechnungen der letzten drei Monate
    • Betreibungsregisterauszug der erwachsenen Gesuchstellenden
    • Kopie des Mietvertrags
    • Kopien der Krankenkassenpolicen für das laufende Jahr
    • Kopie der Bestätigung des Erhalts von Krankenkassen-Prämienverbilligungen für das laufende Jahr
    • Abrechnung über die Kinderbetreuungskosten (nur wenn beide Elternteile arbeiten)
  • Zertifikat bezüglich des Erreichens des Deutsch Niveau A2 (gemäss des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens des Europarats)
  • Strafregisterauszug der erwachsenen Gesuchstellenden
    Strafregisterauszug
  • Heimatliche Reisedokumente aller im Gesuch eingeschlossener Personen

Durch das Migrationsamt direkt bei den zuständigen Stellen eingeforderte Unterlagen

  • Das Migrationsamt kann weitere Abklärungen direkt beim Arbeitgeber tätigen, beispielsweise, dass die Arbeitsstelle gesichert und die Weiterbeschäftigung garantiert ist.
  • Stellungnahme der Gemeinde zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Dabei werden folgende Punkte nachgefragt:  
    • Wie stellt sich die Fürsorgebehörde zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung?
    • Ist die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller nachteilig in Erscheinung getreten?
    • Sind Bestimmungen, Regeln und Abmachungen befolgt und eingehalten worden?
    • Sind der Gemeinde finanzielle Ausstände bekannt (Sozialhilfeschulden, öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, Schulden generell).

Kosten

Bei einem positiven Gesuchsausgang betragen die Kosten pro Person Fr. 142.30 inklusive Porto (Ausstellung biometrischer Ausländerausweis B).
Bei einem negativen Gesuchsausgang beim Kanton betragen die Kosten, sofern eine einsprachefähige Verfügung verlangt wird, mindestens Fr. 250.–.

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