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Integrationsempfehlungen

Im Kanton Thurgau wurden von 2011 bis 2018 Integrationsvereinbarungen mit Migrantinnen und Migranten abgeschlossen, die aus Drittstaaten (Staaten ausserhalb der EU und der EFTA) eingereist sind und die keine Niederlassungsbewilligung hatten. Im Zentrum stand dabei der Spracherwerb, welcher mit dem Ziel A2 oder Besuch von 270 Sprachkurslektionen im Zeitraum von vier Jahren vereinbart wurde.

Bis Ende 2018 abgeschlossene Integrationsvereinbarungen bleiben bis zum erfolgreichen Erreichen des Zieles gültig und werden anlässlich der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung überprüft.

Integrationsempfehlung ersetzt die frühere Integrationsvereinbarung

Das revidierte Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG; SR 142.20) und die dazugehörigen Verordnungen legen ab dem 1. Januar 2019 die für die Erteilung einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung notwendigen Sprachniveaus auf Gesetzes- und Verordnungsstufe fest. Neu werden diese Sprachziele deshalb nicht mehr in einer Vereinbarung abgemacht. Stattdessen wird mit einer Integrationsempfehlung aufgezeigt, wie diese gesetzlichen Ziele erreicht werden können und welche Integrationsangebote dafür zur Verfügung stehen. Dies ersetzt die frühere Integrationsvereinbarung.

Anlässlich der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung wird überprüft, ob das gesetzlich definierte Sprachniveau erreicht wurde. Besteht besonderer Integrationsbedarf kann die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in Einzelfällen mit weiteren Bedingungen verbunden werden, die der Person in Form einer behördlichen Verfügung eröffnet werden. Im Gegensatz zur früheren Integrationsvereinbarung ist eine Integrationsempfehlung für alle Staatsangehörigen möglich.

Faktenblatt Integrationsempfehlung

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